DER VEREIN |
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Holzbau in Europa -
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Mit der Formulierung dieser Ziele hatten die vorausdenkenden Teilnehmer des
damaligen Treffens den Bau eines Bootes im Sinn gehabt, welches alle "Hölzernen"
Europas aufnehmen sollte, um einen gemeinsamen Kurs Richtung Erfolg zu steuern.
Ein langer Weg
Welche weitreichenden Entwicklungen und Herausforderungen dem Holzbau in den folgenden Jahren aber noch bevorstehen sollten, war damals noch gar nicht abzusehen. Heute, knapp zehn Jahre nach der Gründung der E.V.H., sind die Zielvorgaben den Erfordernissen entsprechend erweitert und präzisiert worden. Um diese Aufgaben überhaupt bewältigen zu können, mußten mit der Zeit auch die Strukturen verändert werden. Denn Funktionäre allein können ein derart vielfältiges Arbeitsprogramm, wie es sich die E.V.H. vorgenommen hat, schon lange nicht mehr erledigen. So wurde zum Beispiel eine zentrale Stabstelle geschaffen, die sich um die für Gewerbe und Industrie gleichermaßen bedeutsame Verbandsziele, die Koordinierung technischer Angelegenheiten und deren schlagkräftige Realisierung kümmert. Die Stabstelle bildet damit eine Art Herzstück unter den folgenden Organen, aus denen sich die Europäische Vereinigung des Holzbaus zusammensetzt.
Und davon gibt es nicht wenige, was allein schon mit der steigenden Mitgliederzahl
der E.V.H. zusammenhängt. Als vorläufig letztes EU-Land hat Frankreich
rund 11.000 Betriebe mit etwa 50.000 Angestellten unter dem Dach der E.V.H.
versammelt. Insgesamt sind damit mehr als 20.000 Betriebe mit über 130.000
Angestellten in der E.V.H. organisiert. Zusammen erwirtschaften sie heute einen
beachtlichen Umsatz. Aus dem damals noch schwach besetzten Boot ist in den fast
zehn Jahren seit der Gründung der Europäischen Vereinigung des Holzbaus
ein stattliches Schiff geworden, das so leicht nicht zu übersehen ist.
Gemeinsamer Markt - Unterschiedliche Traditionen
Und dennoch bedarf es weiterer Anstrengungen, um die Verständigung der
einzelnen Mitglieder untereinander, vor allem aber die Verständigung über
den gemeinsamen Kurs zu fördern: "Märkte suchen, gestalten und
sichern", so hatte der Verbandsdirektor der Bayerischen Holzbau- und Zimmererverbände
Wolfgang Strauß die Kursbestimmung in Kurzform umrissen. Und was für
die Bayern gilt, das dürfte auch für die anderen nationalen und regionalen
Verbände in Europa von Bedeutung sein. Aber der Holzbau in Europa hat natürlich
keine einheitliche Geschichte. Jedes Land hat in Bezug auf die Nutzung und Verarbeitung
von Holz seine ganz eigenen Traditionen. Die E.V.H. sieht daher hier eine ihrer
Hauptaufgaben: Unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen und regionalen
Holzbau-Traditionen gemeinsame Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft
zu entwickeln. Entsprechend werden die "E.V.H.-News" in loser Folge
Einblicke in die unterschiedliche Geschichte europäischen Holzbaus geben.
Normen - Chance und Problem
Mit dieser Vielfalt gehen zwar Chancen, aber auch eine Reihe von Problemen einher. Fest steht, daß der Holzbau ein europäisches Miteinander benötigt, damit er sich ergänzt und gemeinsame Lösungen für individuelle Probleme hervorbringt. Die Chance liegt darin, von den Ländern zu lernen, in denen die Forstwirtschaft eine zentrale Rolle in der Gesamtwirtschaft spielt. Dazu bedarf es jedoch einheitlicher Normen und europaweit verfügbarer Grundmaterialien, um eine positive Entwicklung zu begünstigen. Das allerdings ist leichter gesagt als getan.
Das europäische Komitee für Normung (CEN) hat im vergangenen Jahr
seinen 35. Geburtstag gefeiert. Aber schon Anfang der fünfziger Jahre kamen
die Vertreter der nationalen Normungsorganisationen aus Westeuropa zu jährlichen
Treffen zusammen, was 1958 zu der Idee führte, ein Normungskomitee für
den gemeinsamen Markt zu gründen. Dieses "Comité Européen
de Normalisation" erarbeitet seither Europäische Normen - EN-Normen
- für die Mitgliedsländer der Europäischen Union und der Europäischen
Freihandelszone (EFTA). Diese Länder sind im CEN jeweils über das
nationale Normungsinstitut (DIN , ÖNORM, etc.) vertreten. Die dort verabschiedeten
Normen werden in Deutschland als DIN-Normen mit der Bezeichnung DIN EN, in Österreich
entsprechend als ÖNORM EN veröffentlicht. Seit Beginn ihres Bestehens
hat das CEN eine für den Anwender inzwischen kaum mehr überschaubare
Menge an Normen entwickelt. Allein 18 Untergruppen des CEN, sogenannte "Technische
Komitees / TC´s" erarbeiten unmittelbar das Holz betreffende Normen.
Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer TC´s; sie befassen sich mit Normen,
die den Baustoff indirekt betreffen. Derzeit existieren damit etwa 1000 europäische,
deutsche, österreichische und französische Normen. Angesichts dieser
Zahlen erscheint es für den Zimmermeister fast aussichtslos, sich zurechtzufinden.
Hinzu kommt dann noch, daß in einer Übergangsphase von den traditionellen
nationalen Normen zu den europäischen beide parallel existieren. Der Leiter
der Stabstelle Technik der E.V.H., Professor Dr. techn. Hans Hartl sieht hier
eine äußerst unbefriedigende Situation entstehen: Angesichts des
Normen-Dschungels werde die Beschäftigung mit technischer Sachlichkeit
oft geringgeschätzt und deshalb als eher nebensächlich betrachtet.
Begünstigt werde diese Haltung noch, solange weder Schadensmeldungen noch
Reklamationen auftreten. Aber das wird wohl nicht so bleiben. Professor Hartl
weist daraufhin, daß sich im Hinblick auf den ständigen Konkurrenzkampf,
dem das Holz gegenüber anderen Baustoffen ausgesetzt ist, Anwender - insbesondere
die Zimmermeister - verstärkt mit der Materie der Europäischen Holzbaunormung
beschäftigen müssen. Die E.V.H. sieht als eines ihrer wichtigsten
Ziele, die unter ihrem Dach versammelten Betriebe hierbei zu unterstützen
und damit Voraussetzungen für die Anwendbarkeit der neuen Normen zu schaffen.
Dieser "Reichtum" an Normen - so Professor Hartl ermutigend - solle
nicht als Hindernis, sondern als wachsendes Angebot gesehen werden, welches
für die europäische und internationale Wettbewerbsfähigkeit der
jeweiligen nationalen Wirtschaften notwendig ist. Dabei hängt der Erfolg
im Wettbewerb von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, die eng mit der Europäischen
Holznormung verknüpft sind. Die erfolgreiche Aus- und Weiter-bildung, der
Lehrlings- und damit Erfahrungsaustausch über die nationalen Grenzen hinweg
bedarf zum Beispiel einer gemeinsamen "Sprache", wie sie der Katalog
der Europäischen Holzbaunormung zweifellos darstellt. Auch die Präsenz
auf neuen Märkten und die weitere Entwicklung von Ideen, die den Baustoff
Holz auch bei ungewöhnlichen Projekten gegenüber anderen Baustoffen
als konkurrenzfähig darstellen, verlangt eine genaue Kenntnis des Normenkataloges.
Reisen bildet
Wer über den Tellerrand hinausschaut, lernt etwas dazu-, eine Lebensweisheit, die gerade für das Handwerk traditionell ist. Wer sich allerdings heute im europäischen Ausland fortbilden will, der sollte auch den gemeinsamen europäischen Markt nicht aus den Augen verlieren. Das bringt nicht nur ein Mehr an Erfahrung, es schafft auch die wichtige Basis für die Einrichtung und Weiterentwicklung gemeinsamer Standards, wie sie etwa durch EU-Normung oder den EUROCODE 5 bereits praktiziert werden. Dabei läßt sich eine Verständigung innerhalb Europas nicht ohne Schwierigkeiten erreichen. Der verstärkte Lehrlingsaustausch unter den europäischen Ländern gehört daher zu wichtigsten Zielen im Rahmen des Aus- und Weiterbildungsprogramms der E.V.H. Eine weitere wichtige Institution ist in diesem Sinne der "Europäische Berufswettbewerb für
Zimmerer", der Anfang September im österreichischen Klagenfurt von
der E.V.H. veranstaltet wurde. Die kommenden Wettbewerbe sollen in zwei Jahren
in Frankreich und 2004 in der Schweiz stattfinden. Auch diese Ereignisse führen
ganz sicher zu einem gemeinsamen Weg in die Zukunft des europäischen Holzbaus.
Dabei soll auch das Technische Wörterbuch helfen, das jetzt in vier Sprachen
(Englisch, Franz-ösisch, Deutsch und Italienisch) erschienen ist und die
Interpretation von Zulassungen, Gesetzen und Normen unterstützt. Dabei
ist offensichtlich, daß sich dieses Wörterbuch nicht nur an in Ausbildung
stehende richtet. Im Rahmen einer Präsidiumssitzung der E.V.H., die Ende
vergangenen Jahres in Birmingham stattfand (England genießt derzeit Beobachterstatus
bei der E.V.H.), konnten sich die Repräsentanten der Mitgliedsstaaten vom
beeindruckenden Umfang und von der Qualität des englischen Forschungsprojektes
"Timber Frame 2000" überzeugen. Ein im Maßstab 1:1 gefertigtes
sechsgeschossiges Holzrahmenbauwerk mit vier Wohnungen pro Etage, Treppenhaus
und Liftschacht. Das Bauwerk, in einem ehemaligen Flugschiffhangar in Cardington
konstruiert, wurde nach der Änderung der englischen Bauordnung entwickelt.
Seit 1991 sind damit gegenüber den früher maximal dreigeschossigen
Bauten heute bis zu fünf und mehr Geschosse erlaubt, wobei keine zusätzlichen
Anforderungen an die Feuerschutzbestimmungen gestellt werden. "Timber Frame
2000" soll die Holzrahmenbauweise für das nächste Jahr-tausend
entwickeln, ein Projekt, das für die Zukunft des europäischen Holzbaus
sicher wegweisend sein dürfte. Damit die Betriebe anderer nationaler und
regionaler Verbände an dieser Entwicklung teilnehmen, bzw. letztlich davon
profitieren können, ist die gezielte Aus- und Weiterbildung im Rahmen des
Übergangs von nationalen zu europäischen Normen und Sprachregelungen
unerläßlich. Daneben gilt es auch, die Anwendung moderner Kommunikations-Technik,
die bislang in Holzbaubetrieben eher selten war, in Erwägung zu ziehen.
EDV, CAD und Internet
Die Elektronische Datenverarbeitung mag sicher in vielen Betrieben schon gängige
Praxis sein, aber computergestützte Entwurf- und Fertigungsverfahren sind
weniger üblich. Deren Einsatz und die Schulung in dieser Technik will die
E.V.H. ebenso fördern, wie eine effiziente Produkt- und Servicepräsentation
am Markt. Und wie könnte dies besser erreicht werden als durch die Präsenz
im Internet? Allein in Deutschland nutzen zur Zeit rund fünf Millionen
potentielle Kunden das Kommunikationsnetz. Darunter verfügen knapp 30%
- so das Ergebnis einer Umfrage - über ein Haushaltseinkommen von mehr
als 6.000,- DM. Wenn es um Neubau, Ausbau oder Renovierung geht, so stellt sich
dem Zimmerer hier sicher ein interessanter Kundenkreis. Daneben lassen sich
natürlich auch die schon erwähnten, computergestützen Darstellungen
im Bereich der Entwurf- und Konstruktionsverfahren über die Datenautobahn
transportieren. Das bringt dort Vorteile, wo der interessierte Kunde nicht in
unmittelbarer Nähe, sondern vielleicht im europäischen Ausland sitzt.
Tatsächlich werden immer häufiger Bauvorhaben europaweit ausgeschrieben;
davon sollten auch die Holzbau-Betriebe profitieren.
Holz in ungewohntem Einsatz
Mit der Präsenz im Internet steigen auch die Chancen, dem alternativen Baustoff Holz bei Projekten Geltung zu verschaffen, wo bislang noch Stahl und Beton dominierten. Langfristig läßt sich somit eine Holzbau-Lobby entwickeln, wie sie die E.V.H. zur Durchsetzung gemeinsamer Ziele auf dem europäischen Markt anstrebt. Beispielhafte Bauprojekte, bei denen Holz eine mehr als tragende Rolle spielt gibt es nicht wenige, aber es könnten mehr werden: Energiesparende, ökologische Bauten auf dem Sektor des privaten und öffentlichen Wohnungsbaus sind für den Baustoff Holz ohnehin ein idealer und immer beliebter werdender Einsatzort. Und auch dort, wo enorme Belastungen ausgehalten werden müssen, hat sich Holz - oft auch im Hinblick auf die Kosten - als Alternative zu Stahl und Beton etabliert. Bei der Sanierung einer schadhaften Stahlbeton-Bogenbrücke im schweizerischen Sufers etwa wurden vier neue Hauptträger und weitere Zwischenquerträger in Lärchen-BS-Holz verbaut. Ebenso ist das Geländer aus Lärchenholz gefertigt. Beispiele wie die der Crestawaldbrücke
lassen hoffen, daß in Zukunft auch andere Bauherren solche Holz-Beton -Verbundkonstruktionen als sinnvolle Alternative entdecken. Dazu ist auch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit erforderlich, die die E.V.H. nach Kräften entwickeln wird. Auch die jetzt erstmals vorliegenden "E.V.H.-News" sollen hierzu einen Beitrag leisten.
| Ergebnisse der bisherigen E.V.H.-Tätigkeiten.
Aus einer ganzen Reihe von Zielen und Ergebnissen, die seit dem Bestehen der E.V.H. Bestandteil ihres Tätigkeitsfeldes ist, ragen ganz sicher die Fragen und Probleme im Zusammenhang mit den neuen EU-Normen heraus. Über deren Wichtigkeit als gemeinsame Basis für eine verstärkte Zusammenarbeit der europäischen Verbände war sich die E.V.H. stets im klaren. Denn in diesem neuen Normenwerk sollen nicht nur die nationalen Interessen der EFTA-Staaten gewahrt sein. Auch die verschiedenen, länderübergreifenden Interessensgebiete müssen darin berücksichtigt werden. Dazu gehören Fachleute der mit den jeweiligen Sachgebieten befaßten Stellen in Bundes- und Länderwirtshafts-Verwaltungen, Vertreter der Wissenschaft, der Erzeuger und Verbraucher. Nicht zu vergessen die Forstwirtschaft, die Säge- und holzverarbeitende Industrie und das Gewerbe, speziell jenes der Zimmermeister. Das ist zweifellos eine sehr heterogene Schar von Gruppierungen und Personen, die direkt oder indirekt vom neuen EU-Normenwerk betroffen sind und daher ganz spezifische, ihrer jeweiligen Perspektive entsprechende Erwartungen formuliert. Diese zu koordinieren und dem Brüsseler Komitee gegenüber selbstbewußt zu vertreten hat sich die E.V.H. zur Aufgabe gemacht. So hat eine Abordnung der Vereinigung unter Präsident Georg König im vergangenen Juni bei den EU-Behörden einen Besuch abgestattet, bei dem Schritte in diese Richtung gemacht wurden. Dazu gehört der wichtige Kontakt zu NORMAPME, dem Europäischen Büro des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe für die Normung, der im Rahmen dieses Besuches geknüpft wurde. Da es zu den hauptsächlichen Zielen der E.V.H. gehört, Einfluß auf die Normung zu gewinnen, wurde Anfang September am Rande der Internationalen Holzmesse Klagenfurt einstimmig beschlossen, die Aufnahme in die NORMAPME zu beantragen. |
Datenbank - Zugriff für jedermann
Ein weiterer wichtigster Schritt ist mit der Einrichtung von NORMDAT erreicht worden, einer Holzbau-Datenbank, in der alle wesentlichen Neuerungen festgehalten und aktualisiert werden. Die Auswahl der etwa 1000 europäischen, deutschen, österreichischen und französischen Normen hat sich dabei nach den derzeitigen E.V.H.-Mitgliedsländern Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und Südtirol gerichtet. Diese neue Datenbank kann durch Ergänzung mit Zulassungen, Prüfbescheiden von Produkten und Adressen sowie mit den noch zu erwartenden europäischen Normen insgesamt zu einem Werk ausgebaut werden, welches nicht nur dem Zimmermeister die Grundlagen (und auch die Gewähr!) für die Anwendung der anerkannten Regeln der Technik bietet. Zugriff auf NORMDAT hat jeder, der über eine einfache PC-Ausrüstung verfügt. Die E.V.H. hat in Verbindung mit NORMDAT das Holzbau- Wörterbuch erstellt, ein technisches Kompendium, mit dem der Umgang mit fremdsprachigen Fachbegriffen erleichtert wird. Dieses Wörterbuch findet Verwendung sowohl in Betrieben, die auf dem europäischen Markt präsent sein wollen, bei Architekten und Ingenieuren und natürlich in den einschlägigen Bildungseinrichtungen. Neben den rein materiellen Hilfen ist die E.V.H. aber auch damit befaßt, die Kommunikation nach innen und außen zu pflegen. Dazu gehören beispielsweise Themen, die die das Zimmermeistergewerbe betreffenden Normen behandeln. Hier hat sich herausgestellt, daß es zwar eine Menge an Einzelthemen gibt, mindestens aber ebensoviele Lücken, die sich aus dem Vergleich mit den nationalen Normen ergeben. Die E.V.H. bemüht sich daher, alle Belange zu koordinieren und eine strategische Allianz zu bilden, um einen gemeinsamen Weg nach Brüssel zu finden. Nicht zuletzt betreibt die E.V.H. aktive Mitgliederwerbung. Denn jede erfolgreiche Aktivität auf dieser Ebene setzt eine gleichwertige auf der nationalen Ebene voraus. Nur so kann der einzelne Zimmermeister in den Genuß zusätzlicher nationaler Vorteile kommen.
Sorgenkinder Kleine und Mittlere Unternehmen
Der Konzentrationsprozeß in der deutschen Wirtschaft und dessen Unterstützung
durch Brüssel bereitet der E.V.H. im Hinblick auf ihre klein- und mittelständischen
Mitglieder Sorgen. Anläßlich seines Besuches in Brüssel gab
Präsident Georg König zu Bedenken, daß es sich bei diesen Betrieben
um die Träger der Volkswirtschaften aller europäischer Staaten handele.
Obwohl sie einen Großteil der Arbeits- und Ausbildungsplätze stellten
und dem Fiskus die meisten Steuereinnahmen sicherten, würden sie von ihren
nationalen Regierungen und auch von Brüssel stiefmütterlich behandelt.
König forderte demgegenüber Chancengleichheit bei der Förderung
im Bereich Forschung und Entwicklung.
